Rubens

Rubens


Peter Paul Rubens (1577-1640)

 

Für viele ist der Name Rubens verknüpft mit einem Schönheitsideal, das unserer modernen Welt schon länger abhanden gekommen ist. Die Rubensfigur mit ihren üppigen Rundungen verkörpert im wahrsten Sinne die zu Lebzeiten des Malers gültige Gleichung von Leibesfülle und Wohlstand. Als Sprössling einer im selbstgewählten Kölner Exil lebenden Anwaltsfamilie aus dem Antwerpener Patriziat war letzterer Rubens auch schon in die Wiege gelegt. Nach dem Tode des Vaters zog die Familie nach Antwerpen, wo der Zwölfjährige ganz standesgemäß die Lateinschule besuchte und im Anschluss im Dienst einer Prinzessin höfische Umgangsformen lernte. Danach ein Bruch: Rubens entschied sich gegen eine akademische oder diplomatische Laufbahn und wollte Maler werden. Nach seiner Ausbildung bei den namhaften Antwerpener Meistern Tobias Verhaecht, Adam van Noort und Otto van Veen tat er den Schritt in die Welt und ging im Jahre 1600 nach Italien. Hier - gefördert durch den Mantuaner Herzog Vincenzo Gonzaga - konnte er die Werke seines verehrten Idols Tizian oder auch Veroneses und Michelangelos studieren. Besonderen Eindruck hinterließ seine Begegnung mit der Kunst der klassischen Antike. Der lebendige realistische Erzählstil etwa der wimmelnden Schlachtendarstellungen antiker Sarkophag-Reliefs begeisterte Rubens ebenso wie die starke Körperlichkeit und unnachahmliche Dynamik hellenistischer Werke wie der Laokoon-Gruppe und des sogenannten Farnesischen Stiers. Hier in Italien fand er die Schule für sein künstlerisches Erzählen. Kopien und eine Sammlung unzähliger Skizzen entstanden, auf die er sich in seiner weiteren Schaffenszeit immer wieder bezog. Durch die Variation seiner Vorbilder gelangte er zu seiner ganz eigenen, lebendigen Kunst, die in ihrem schonungslosen Realismus von seinen Auftraggebern auch gefürchtet war.


1608 kehrte Rubens nach Antwerpen zurück, wo ihn die Regenten der spanischen Niederlande Erzherzog Albert VII. von Österreich und der Infantin Isabella Clara Eugenia von Spanien zum Hofmaler ernannten. Kurz darauf heiratete er Isabella Brant (1591-1626), Tochter eines angesehenen Antwerpener Ratsschreibers. In den Folgejahren entwickelte sich Rubens zum erfolgreichen Unternehmer. Er errichtete eine eigene Werkstatt, die gleich zu Beginn mehr als ausgelastet war. Durch Arbeitsteilung erreichte Rubens eine enorme Produktivität. Er beschäftigte eine Reihe von Gehilfen und Spezialisten, die nach seinen Entwürfen arbeiteten. Die einen malten in den Bildern nur die Blumen, die anderen die Tiere, wieder andere nur die Landschaften. So konnte an verschiedenen Werken gleichzeitig gearbeitet werden. Rubens Werkstatt stieg schnell zu einer der bedeutendsten Europas auf.


Da seine Werkstatt auch ohne seine ständige Anwesenheit funktionierte, konnte Rubens nebenher auch noch als Diplomat tätig werden. Auf internationalem Parkett halfen ihm seine guten Kontakte zu höfischen Kreisen, die er durch seine Malerei knüpfen konnte und die Tatsache, dass er mindestens sechs verschiedene Sprachen beherrschte. Die beiden Großmächte Spanien und England lagen seit 1624 miteinander im Krieg. Hier konnte er vermitteln. Als Unterhändler des spanischen Königs Philipps IV. erwirkte Rubens im Jahr 1630 in London am Hof des englischen Königs Karls I. einen Waffenstillstand zwischen den beiden rivalisierenden Parteien. Als Dank erhob ihn Karl I.  zum Ritter und ernannte ihn zum Ehrendoktor der Universität Cambridge.
Wieder zurück in Amsterdam heiratete Rubens Hélène Fourment (1614-1673), die 16-jährige Tochter eines Seidenhändlers. Sie ist fortan bevorzugtes Modell für Rubens bekannte und später sprichwörtliche Frauendarstellungen.



In den letzten Jahren malte der Meister kaum noch selbst, sondern ließ nach seinen Skizzen malen.
Rubens hinterließ ein gewaltiges künstlerisches Erbe. Heute sind rund 2000 Gemälde aus der Werkstatt des Meisters des flämischen Barocks überliefert.



Aktuell ist Rubens Thema der Sonderausstellung "Peter Paul Rubens und der Barock im Norden" im Diözesanmuseum Paderborn (25. Juli bis 25. Oktober 2020). Rund um die rekonstruierten Fragmente des 1945 durch einen Luftangriff zerstörten barocken Hochaltarbildes des Domes zu Paderborn der Antwerpener Bildkünstler Antonius und Ludovicus Willemssens geht die Ausstellung den Spuren der beiden Künstlerbrüder nach, die im direkten Umfeld Peter Paul Rubens‘ gelernt und gearbeitet haben. "Die Schau präsentiert die bahnbrechenden künstlerischen Impulse des flämisch geprägten Barock und die bedeutenden Innovationen in der Architektur und Kirchenausstattung im 17./18. Jahrhundert." (Zitat: Internetseite zur Ausstellung).




 

Magnet - Rubens, Kind mit Vogel
TOP
Magnet
3,41 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Postkarte "Ansicht Dom Paderborn"
1,00 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Postkarte "Inneres Dom Paderborn, 1830"
1,00 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Postkarte "Willemssens, Gittertür, Detail: Putto"
1,00 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Postkarte "Willemssens, Gittertür"
1,00 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Postkarte "Willemssens, Heimsuchung"
1,00 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Postkarte "Maria Magdalena, Fragment"
1,00 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Paderborn, Engel Heimsuchung" - Magnetisches Lesezeichen
2,90 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Venus und Adonis" - Magnet Rubens
TOP
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Fest des Acheloos" - Magnet Rubens
TOP
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Wolfs- und Fuchsjagd" - Magnet Rubens
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Heilige Familie" - Magnet Rubens
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Daniel in der Löwengrube" - Magnet Rubens
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Selbstbildnis mit Familie 1635" - Magnet Rubens
TOP
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Selbstbildnis 1625" - Magnet Rubens
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
"Hl. Franziskus" - Magnet Rubens
3,60 EUR
 
inkl. 16% MwSt. zzgl. Versand
Zeige 1 bis 19 (von insgesamt 19 Artikeln)
Kundenservice

Bei Fragen zu unseren Produkten oder Ihrer Bestellung können Sie sich jederzeit telefonisch oder per Mail an uns wenden.

030/82705013 info@museion-versand.de

Retouren

Bitte setzen Sie sich vor der Rücksendung von Artikeln mit uns in Verbindung. Sie erhalten dann von uns einen Retourenschein.

Erfahren Sie mehr...

Versand

Wir beliefern Sie mit unserem Versandpartner DHL goGreen.

Versand mit DHL GoGreen

Zahlarten

Bei uns können Sie per PayPal, Vorkasse oder SofortÜberweisung bezahlen.

Einfache Zahlarten