Heinrich Schliemann - Troja und Mykene

Heinrich Schliemann - Troja und Mykene

Homers Epos vom Trojanischen Krieg beschäftigt die Menschen seit Jahrtausenden. Im 19. Jahrhundert kommt der deutsche Kaufmann Heinrich Schliemann, der beim kalifornischen Goldrausch ein Vermögen gemacht hatte, mithilfe des Epos dem verschollenen Ort Troja auf die Spur.
An der Westküste Anatoliens beginnt Schliemann die Suche. Nachdem er im Jahr 1871 eine Ausgrabungslizenz erhält, beginnt er zu graben. 1873 findet er den sogenannten „Schatz des Priamos“, der zahllose Einzelteile, darunter zwei goldene Diademe, weiteren Schmuck und andere Gegenstände aus Gold, Silber und Kupfer umfasst. Seine Frau Sophia Schliemann hilft ihm dabei, den Fund freizulegen - das Foto, auf dem sie einen Teil des Schmuckes trägt, wird weltberühmt.
Schliemann beschränkt sich bei seinen archäologischen Unternehmungen jedoch nicht nur auf Troja, er gräbt auch in Mykene, der Stadt des Homerischen Helden Agamemnon. Dabei orientiert er sich an einem Reisehandbuch über Griechenland, das Pausanias etwa 170 n. Chr. verfasst hatte. Und wieder wird er fündig! 1876 legt er Schachtgräber mit enormen Grabbeigaben frei. Hier findet Schlieman - zumindest glaubt er es - auch das Grab des mykenischen Heerführers Agamemnon mit dessen Totenmaske.

Heute sind Wissenschaftler der Meinung, der "Schatz des Priamos" sei rund 1250 Jahre älter als von Schliemann angenommen und somit nicht Priamos zuzuschreiben. Auch ob es sich bei dem von Schliemann ausgegrabenen Troja um das Troja zur Zeit Homers handelt, gilt unter Wissenschaftlern als umstritten. Die Goldmaske des Agamemnon stammt ebenfalls nicht aus der Zeit des trojanischen Krieges. Sie war die Bestattungsbeigabe eines mykenischen Fürsten, der rund 300 Jahre vor dem berühmten Herrscher der Griechen – falls es ihn je gegeben haben sollte – in Mykene lebte und starb.
Doch obwohl Schliemann sich bei der Einordnung seiner Funde irrte, ist er bis heute einer der berühmtesten Archäologen der Welt, denn seine Verdienste liegen nicht nur darin, bedeutende Stätten des Altertums ausgegraben und damit zur Popularisierung der antiken Welt beigetragen zu haben. Er hat der Archäologie als Wissenschaft zu neuem Ansehen verholfen und sie zugleich mithilfe seiner neuen Methoden modernisiert.

Seinem Leben und Wirken widmet sich eine große Sonderausstellung in den Staatlichen Museen zu Berlin. Anlässlich des 200. Geburtstags von Heinrich Schliemann werden bis zum 06.11.2022 in der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel über 700 Objekte gezeigt: neben spektakulären Ausgrabungsfunden erwarten den Besucher auch neue Erkenntnisse zum "unbekannten" Schliemann vor seiner Hinwendung zur Archäologie.


 
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